Satzung

Satzung der Ruländer Akademie Speyer 1982

Artikel 1: Name, Sitz
Der Verein "Ruländer-Akademie Speyer 1982 e. V." hat seinen Sitz in Speyer am Rhein. Er ist in das Vereinsregister eingetragen.

Artikel 2: Aufgaben
Die Akademie stellt sich im Wesentlichen folgende Aufgaben:

1. Geschichtliche Betrachtung und Pflege der Weinkultur im Allgemeinen sowie Bildungsförderung in diesem Bereich.
2. Erforschung der Ruländerrebe, ihrer Herkunft, ihrer Entwicklung, Bedeutung und Verbreitung.
3. Förderung des Verständnisses für die Geschichte des Weinbaus, insbesondere im Rahmen der Bedeutung der Stadt Speyer für den Weinbau und Weinhandel in früherer Zeit.
4. Unterstützung der Stadt Speyer bei ihrem Bemühen, die geschichtliche Bedeutung von Speyer als "Weinort" bis ins Mittelalter und als Heimatort von Johann Seeger Ruland heraus- und der Öffentlichkeit vorzustellen.
5. Die Akademie wird für die gesteckten Ziele durch kulturelle Beiträge, Vorträge und Weinproben tätig sein und werben. Sie unterstützt durch praktische und finanzielle Mithilfe die Wingertsbebauung auf dem Gelände der Stadt Speyer.

Artikel 3: Mitgliedschaft
Mitglied kann werden, wer sich die Ziele der Akademie zu Eigen macht und bereit ist, den Vereinszweck aktiv zu fördern, wissenschaftliche, kulturelle oder sonstige Beiträge zu leisten oder die Akademie auf irgendeine andere Art und Weise positiv zu unterstützen.

Der an den Präsidenten zu richtende Aufnahmeantrag soll von zwei Mitgliedern gestellt und begründet werden.

Der Aufnahmeausschuss entscheidet über den Antrag in nicht-öffentlicher Sitzung durch einstimmigen Beschluss. Es besteht kein Anspruch auf Begründung des Beschlusses.

Die Mitglieder werden über geplante Aufnahmen schriftlich informiert. Jedes Mitglied kann innerhalb von zwei Wochen nach Zugang der Information beim Präsidenten Einwände gegen eine Aufnahme erheben.

Wird ein Antrag abgelehnt, kann der Antragsteller die Mitgliederversammlung anrufen, die endgültig entscheidet. Gleiches Recht steht dem Mitglied zu, dessen Einwände gegen eine Aufnahme vom Aufnahmeausschuss nicht geteilt werden.

Artikel 4: Ende der Mitgliedschaft
Die Mitgliedschaft endet durch Tod, Kündigung oder Ausschluss.

Die Kündigung ist jederzeit zulässig, sie ist gegenüber dem Präsidenten schriftlich zu erklären.

Ein Mitglied kann nach Anhörung durch Beschluss des Präsidiums ausgeschlossen werden, wenn
- sein Verhalten in grober Weise gegen die Interessen der Akademie verstößt oder wenn
- es das Ansehen der Akademie schädigt oder wenn
- es mit mehr als 2 Jahresbeiträgen im Rückstand ist.

Gegen den Ausschluss kann der Betroffene die Mitgliederversammlung anrufen, die endgültig entscheidet.

Die finanziellen Verpflichtungen des ausscheidenden Mitgliedes erlöschen erst am Ende des Kalenderjahres.

Artikel 5: Beitrag
Der Jahresbeitrag ist eine mit Geld zu begleichende Bringschuld. Er ist spätestens am 1. 4. eines jeden Jahres fällig.

Das Präsidium kann im Einzelfall auch Dienst-, Sachleistungen oder sonstige, dem Verein förderliche Maßnahmen als Jahresbeitragsleistung anerkennen.

Aus wichtigem Grund kann die Mitgliederversammlung zweckbestimmte verbindliche Umlagen beschließen.

Das Präsidium ist zu Spendenaufrufen berechtigt, wenn das Interesse und das Wohl der Akademie dies erfordern.

Artikel 6: Organe
Organe der Akademie sind die Mitgliederversammlung, der Präsident und das Präsidium.

Artikel 7: Mitgliederversammlung
Die ordentliche Mitgliederversammlung (Jahreshauptversammlung) findet jährlich statt, möglichst in der Zeit von Januar bis April.
Anträge zur Jahreshauptversammlung sollten dem Präsidenten 3 Wochen vor dem Versammlungstermin vorliegen.

Eine außerordentliche Mitgliederversammlung muss innerhalb von 2 Wochen einberufen werden, wenn das Interesse der Akademie es erfordert oder wenn ein Fünftel der Mitglieder vom Präsidenten die Einberufung schriftlich verlangt; der Zweck und die Gründe der Forderung sind zu nennen.

Der Präsident beruft jede Mitgliederversammlung mittels Brief ein, der die vom Präsidenten festgelegte Tagesordnung enthält. Zwischen dem Tag der Einberufung (Tag der Postaufgabe) und dem Versammlungstermin muss eine Frist von mindestens 2 Wochen liegen.

Der Präsident leitet die Versammlung, bei dessen Verhinderung der Vizepräsident, hilfsweise ein anderes vom Präsidenten beauftragtes Präsidiumsmitglied. Sind der Präsident, der Vizepräsident und das beauftragte Präsidiumsmitglied verhindert, wählt die Mitgliederversammlung den Versammlungsleiter aus ihrer Mitte.

Die Mitgliederversammlung kann die Tagesordnung ändern bzw. ergänzen.

Artikel 8: Aufgaben der Mitgliederversammlung
Die Mitgliederversammlung berät und entscheidet alle Angelegenheiten, soweit sie nicht dem Präsidenten oder dem Präsidium übertragen sind. Insbesondere obliegt ihr die
- Durchführung von Wahlen,
- Beratung der Jahresabrechnung,
- Entlastung des Präsidenten und des Präsidiums,
- Beratung und Beschlussfassung über die Satzung und über Satzungsänderungen,
- Festsetzung der Beiträge und zweckbestimmter Umlagen,
- Entscheidung über Grundstücksgeschäfte.

Artikel 9: Der Präsident
Der Präsident vertritt die Akademie gerichtlich und außergerichtlich, leitet sie, führt ihre Geschäfte unter Beachtung der Satzung, der Beschlüsse der Mitgliederversammlung und des Präsidiums. Er ist Vorstand im Sinne des § 26 BGB.

Der Vizepräsident ist der ständige Vertreter des Präsidenten.

Rechtsgeschäfte mit einem Geschäftswert über 300 € bedürfen der Zustimmung des Präsidiums.
Grundstücksgeschäfte bleiben der Mitgliederversammlung vorbehalten.

Artikel 10: Das Präsidium
Das Präsidium besteht aus dem Präsidenten, Vizepräsidenten, Schatzmeister, Generalsekretär, Kellermeister, Leiter der Geschäftsstelle sowie dem jeweils amtierenden Oberbürgermeister der Stadt Speyer, falls dieser der Mitgliedschaft im Präsidium nicht ausdrücklich widerspricht.

Es verteilt die Aufgaben unter sich, vertritt die Akademie in der Öffentlichkeit, unterstützt den Präsidenten bei seinen Aufgaben und wirkt bei der Geschäftsführung mit. Ihm obliegt insbesondere die
- Beratung und Beschlussfassung über Haushaltsfragen und über Rechtsgeschäfte mit einem Geschäftswert über 300 €,
- Entscheidung über den Bei- bzw. Austritt zu oder aus anderen Organisationen,
- Vorbereitung der Mitgliederversammlung und ihrer Beschlüsse,
- Umsetzung und Ausführung getroffener Entscheidungen,
- Berufung weiterer Mitglieder zur verantwortlichen Mitarbeit (die Berufung ist auf die Amtszeit des Präsidiums begrenzt),
- Erfüllung der satzungsgemäßen Aufgaben der Akademie.

Jedes Mitglied des Präsidiums ist im Rahmen der ihm übertragenen Aufgaben allein vertretungsberechtigt.

Das Präsidium tritt jeweils bei Bedarf auf Einladung des Präsidenten zusammen, der Präsident leitet die Sitzungen.

Artikel 11: Der Aufnahmeausschuss
Der Aufnahmeausschuss besteht aus dem Präsidenten, dem Generalsekretär und zwei Beisitzern.

Artikel 12: Abstimmung
Alle ordnungsgemäß einberufenen Versammlungen und Sitzungen sind ohne Rücksicht auf die Anzahl der Erschienenen beschlussfähig. Nur anwesende Mitglieder sind stimmberechtigt.

Soweit die Satzung nichts anderes bestimmt, werden Beschlüsse mit einfacher Mehrheit gefasst. Einer Zwei-Drittel-Mehrheit bedürfen Entscheidungen der Mitgliederversammlung über die
- Aufnahme oder den Ausschluss eines Mitgliedes,
- Entpflichtung von Amtsinhabern,
- Änderung der Satzung bzw. des Vereinszwecks oder über die
- Auflösung des Vereins.

Bei der Mehrheitsfindung zählen nur die abgegebenen gültigen Stimmen, Stimmenthaltungen bleiben außer Betracht. Bei Stimmengleichheit gilt ein Antrag als abgelehnt.

Der Versammlungsleiter bestimmt die Art der Abstimmung. Sie muss schriftlich durchgeführt werden, wenn ein Drittel der erschienenen Mitglieder dies beantragt.

Artikel 13: Wahlen
Die Mitgliederversammlung wählt den Präsidenten, die Mitglieder des Präsidiums, die beiden Beisitzer im Aufnahmeausschuss und zwei Rechnungsprüfer auf die Dauer von 5 Jahren.

Mit Ausnahme des Präsidenten können mehrere Personen in einem Wahlgang gewählt werden, wenn für das jeweilige Amt nur ein Wahlvorschlag vorliegt.
Nicht Anwesende sind wählbar, wenn von ihnen eine schriftliche Erklärung vorliegt, dass sie gegebenenfalls die Wahl annehmen. Die Mitgliederversammlung kann eine abweichende Regelung zulassen.

Gewählt ist, wer die Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen erhält. Wird sie im ersten Wahlgang nicht erreicht, entscheidet eine Stichwahl zwischen den beiden Bewerbern mit den höchsten Stimmzahlen. Ergibt sich hierbei Stimmengleichheit, entscheidet das Los, welches der Wahlleiter zieht.
Jede Wahl kann innerhalb von 2 Wochen schriftlich angefochten werden. Die Anfechtung ist zu begründen und an den Präsidenten zu richten.
Die mit der Wahl verbundene Berufung in ein Vereinsamt ist jederzeit wideruflich, wenn für den Widerruf ein wichtiger Grund vorliegt.

Nach Ablauf der Amtszeit führen die Gewählten ihre Ämter bis zu Neuwahlen weiter.
Scheidet ein Gewählter während der Amtszeit aus, bestimmt das Präsidium für die restliche Amtszeit eine Ersatzperson.

Artikel 14: Protokoll und Kasssenprüfung, Entlastung

Über die Mitgliederversammlung und ihre Beschlüsse ist ein Protokoll zu führen. Dieses ist vom Versammlungsleiter und dem bestellten Schriftführer zu unterzeichnen. Es soll folgende Feststellungen enthalten:
- Ort und Zeit der Versammlung,
- die Person des Versammlungsleiters und des Protokollführers,
- die Zahl der erschienenen Mitglieder,
- die Tagesordnung,
- die Abstimmungsergebnisse,
- die Art der Abstimmung und
- den Inhalt der Beschlüsse.

Schriftführer ist im Regelfall der Leiter der Geschäftsstelle. Ist er verhindert, bestellt die Versammlung den Schriftführer aus ihrer Mitte.

Gleiches gilt für die Sitzungen des Präsidiums.

Die Rechungsprüfer haben die Geschäftsführung zu überprüfen. Sie legen ihren Prüfbericht dem Präsidenten schriftlich vor. Der Mitgliederversammlung berichten sie mündlich, und zwar vor deren Entscheidung über die Entlastung des Präsidenten und des Präsidiums.
Die Entlastung erfolgt auf Antrag der Prüfer oder eines Mitgliedes.

Artikel 15: Mittelverwendung
Mittel der Akademie dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden.

Alle Inhaber von Vereinsämtern sind ehrenamtlich tätig.

Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

Bei Auflösung der Akademie fällt ihr etwaiges Vermögen an die Stadt Speyer.

Artikel 16: Bestimmungen des BGB
Im Übrigen gelten die Bestimmungen des BGB.

Artikel 17:
Die Neufassung der Satzung ist in der Mitgliederversammlung vom 12.04.2002 in Speyer mit der erforderlichen Mehrheit beschlossen worden. Sie tritt mit sofortiger Wirkung in Kraft.


Dr. Binz
(Präsident)

Ruländer Akademie e.V.
Geschäftsstelle:
Am Renngraben 75
67346 Speyer

Telefon: 06232 – 246 33
Fax: 06232 - 623463                  
E-Mail: info@rulaender-akademie-speyer.de

 

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